So habe ich Anything herausgefordert, ein Service-Anfrage-Portal von Grund auf zu erstellen: Benutzer-Authentifizierung, eine Datenbank, Formularvalidierung, Statusverfolgung und ein Dashboard. Diese Rezension zerlegt alles, was ich herausgefunden habe.
Ich werde Anything auch mit Alternativen wie Bolt.new vergleichen und dir genau sagen, wer diese Plattform nutzen sollte (und wer nicht).
Was ist Anything (Create.xyz)?
Anything ist ein KI-gestützter App-Builder, der natürliche Sprachaufforderungen in voll funktionsfähige Webanwendungen mit echten Datenbanken, Authentifizierungssystemen und Backend-Logik verwandelt.
Im Gegensatz zu traditionellen No-Code-Buildern wie Webflow oder Bubble, die auf Drag-&-Drop-Oberflächen und vorgefertigten Komponenten basieren, funktioniert Anything eher wie ein Entwickler, der neben dir sitzt.
Du tippst „Erstelle mir ein Service-Anfrage-Portal mit Benutzer-Authentifizierung und Dashboard“ und innerhalb von 30 Sekunden siehst du eine Live-Vorschau mit tatsächlich funktionierendem Code.
Die Plattform sperrt dich nicht in Templates ein. Sie generiert maßgeschneiderte Anwendungen von Grund auf basierend auf deinen Vorgaben, komplett mit:
- Full-Stack-Architektur: Frontend-UI, Backend-API-Routen und Datenbankschemata
- Echter Authentifizierung: Registrieren, Einloggen und Benutzerverwaltung sofort einsatzbereit
- Datenbank-Integration: Echte relationale Datenbanken mit richtigen Tabellenbeziehungen
- Über 30 Integrationen: ChatGPT, Google Maps, E-Mail-Dienste, Zahlungsprozessoren und mehr
Für wen ist Anything geeignet?
Anything eignet sich am besten für Menschen, die schnell maßgeschneiderte Funktionen benötigen und sich nicht von Templates einschränken lassen wollen.
Hier ist, wer den größten Nutzen aus dieser Plattform zieht:
- Startup-Gründer und Unternehmer, die Geschäftsideen testen, können mit Anything MVPs in Stunden statt Wochen bauen.
- Entwickler für Rapid Prototyping schätzen Anythings Fähigkeit, komplexe App-Strukturen auf Knopfdruck zu erstellen. Du beschreibst eine komplexe App und bekommst ein sauberes Next.js-Codebasis als Ausgangspunkt.
- Kleinunternehmer und Betreiber, die interne Tools brauchen, können genau das bauen, was sie brauchen, ohne Entwickler einzustellen.
- Freelancer und Berater, die Projekte für Kunden umsetzen, können Anything nutzen, um maßgeschneiderte Lösungen schneller und profitabler zu liefern.
Anything Vor- und Nachteile
- Full-Stack-Apps in unter 60 Sekunden generiert
- Echter React/Next.js-Code, den du herunterladen kannst
- Konversationsbasiertes Bearbeiten fühlt sich natürlich und schnell an
- Automatische mobil-responsive Layouts ohne Konfiguration
- Datenbankschemata basierend auf Prompt-Logik erstellt
- Über 30 Integrationen, darunter KI- und Zahlungstools
- Ein-Klick-Publishing mit Unterstützung für eigene Domains
- Live-Vorschau aktualisiert sich sofort, während die KI baut
- Authentifizierung und Benutzerverwaltung automatisch eingebaut
- Sauberer, produktionsreifer Code mit richtiger Struktur
- Kein Vendor Lock-in; hoste, wo du willst
- Technische Fehler erscheinen gelegentlich in der Log-Konsole
- Das Creditsystem beschränkt Prompt-Iterationen pro Monat
- Dokumentation setzt einiges technisches Verständnis voraus
- Steile Lernkurve bei Datenbankbeziehungen
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Features von Anything
- Natürliche Sprachgenerierung von Apps per Prompt
- Voller React/Next.js-Code-Export
- Integrierte Benutzer-Authentifizierung und Autorisierung
- Relationale Datenbank mit automatischer Schema-Erstellung
- Über 30 Integrationen (KI, Karten, Zahlungen, E-Mail)
- Ein-Klick-Deployment mit SSL-Zertifikaten
- Konversationelles Editieren via Chat-Oberfläche
- Mobil-responsive Designs automatisch erstellt
Meine Praxiserfahrung mit Anything (Create.xyz)
Ich habe beschlossen, Anything (ehemals Create.xyz) auf die Probe zu stellen. Mein Ziel war, ein funktionales Service-Anfrage-Portal zu erstellen, in dem sich Nutzer registrieren, Wartungsanfragen (z. B. Sanitär oder Reinigung) stellen und deren Status verfolgen können.
Ich habe den gesamten Prozess aufgezeichnet, um genau zu sehen, welche Hürden ich überwinden musste.
1. Einstieg: Registrierung und erster Eindruck
Als ich erstmals auf der Anything-Startseite landete, wurde ich nicht von einem überfrachteten Dashboard oder einer Template-Galerie begrüßt.
Stattdessen gab es nur ein großes weißes Eingabefeld mit der Aufforderung „Verwandle deine Worte in mobile Apps, Websites, Tools und Produkte.“ Das ist eine mutige Designentscheidung, weil sie den Nutzer sofort auffordert, genau zu wissen, was er bauen will.

Ich schaute oben rechts und klickte auf den Button „Get started“. Ein schlichtes Registrierungsformular erschien mit drei Optionen:
- Mit Google registrieren
- Mit Apple registrieren
- Per E-Mail registrieren

Ich entschied mich für E-Mail. Nachdem ich diese eingegeben und auf „Submit“ geklickt hatte, fragte die Seite nicht nach einem Passwort, sondern wechselte zu einem „Magic Link“-Bildschirm.
Ich musste zu meinem Gmail wechseln, wo ich eine E-Mail von hello@createanything.com mit einem 6-stelligen Code fand. Diesen tippte ich zurück auf der Anything-Seite ein – und war drin.
Die nun angezeigte Oberfläche war im Grunde eine freie Leinwand. Links war eine schmale Seitenleiste mit meinen Projekten, und der Rest des Bildschirms war für das zentrale Eingabefeld reserviert.
Unten bemerkte ich ein kleines Label „v0 Max“, vermutlich das Engine-Label. Es gab kein langes Tutorial oder lästige Pop-ups mit Fragen nach Unternehmensgröße. Ich war einfach… da.

Mein Eindruck:
Die Registrierung war erstaunlich schnell. Ich bin es gewohnt, dass Builder mich zwanzig Fragen zu Jobtitel und „Zweck“ stellen, bevor ich das Tool sehen darf. Das hier war eine willkommene Erholung – wirkt sehr modern, fast wie ein Entwickler-Tool, das sich als Consumer-App tarnt.
2. Mein erster Prompt-Versuch: Beschreibung des Portals
Nun kam der Moment der Wahrheit. Ich hatte eine genaue Liste an Anforderungen für mein Service-Anfrage-Portal. Ich wollte nicht nur sagen „Baue ein Portal“, sondern sehen, ob die KI spezifische Logik und Felder versteht.
Ich kopierte meine Vision in das Feld. Genaue Vorgaben:
- Projektname: Service Request Portal
- Kernfunktionen: Benutzer-Authentifizierung (Registrieren/Login), ein Service-Anfrage-Formular mit Dropdown für Diensttypen (Sanitär, Elektro etc.), ein Datumsauswahlfeld und ein Dringlichkeits-Selektor.
- Dashboard: Ein Bereich, in dem Nutzer ihre Anfragen sehen, nach Status filtern (Ausstehend, In Arbeit, Abgeschlossen) und farblich codierte Status-Badges angezeigt bekommen.
- Profilseite: Eine Seite, auf der Nutzer ihren Namen, E-Mail und Telefonnummer verwalten können.

Mir fiel keine Zeichenbegrenzung auf, was großartig war, da ich recht ausführlich war. Nach Klick auf den Pfeil änderte sich der Bildschirm komplett.
Mein Eindruck:
Das Eingeben des Prompts fühlte sich natürlich an. Ich konnte einfach meine Liste mit „Must-haves“ hineinschütten, ohne auf ein spezielles Format achten zu müssen. Es fühlt sich an, als wolle das Tool wirklich, dass man in normaler Sprache mit ihm spricht.
3. Beobachten, wie die KI meine App baut
Sobald ich Enter drückte, übernahm die „Builder“-Oberfläche. Das war ziemlich spannend.
Links sah ich, wie ein Datei-Explorer sich füllte. Ordner und Dateien wie app/api/services/route.js und components/Header.jsx tauchten nacheinander auf.
Die KI spuckte mir nicht einfach ein fertiges Produkt aus, sondern zeigte ihren Denkvorgang. Ein Chat-Fenster daneben meldete Updates wie:
- „Ich baue dir ein professionelles Service-Request-Portal mit Authentifizierung.“
- „Lass mich mit dem Fundament beginnen.“
- „Jetzt erstelle ich die Backend-API-Routen.“

Nach etwa 30 Sekunden erschien auf der rechten Seite eine Live-Vorschau der Landingpage. Ein klares Blau-Weiß-Design mit großer Überschrift: „Home Services, Simplified.“
Sogar „Features“-Cards für „Easy Requests“, „Track Progress“ und „Save Time“ hatte es erstellt, obwohl ich das nicht explizit verlangt hatte. Die KI füllte Lücken in meinem Prompt mit logischen, professionell wirkenden Inhalten.
Mein Eindruck:
Zusehen, wie die Dateien in Echtzeit auftauchen, war äußerst befriedigend. Es vermittelte Vertrauen, dass tatsächlich Logik unter der Haube entsteht und nicht nur ein statisches Bild generiert wird. Beeindruckend, dass die KI sofort verstand, dass ein Backend-API benötigt wird, ohne dass ich erklären musste, was ein API ist.
4. Bewertung des Outputs: Funktioniert die App wirklich?
Nachdem das Flackern im Datei-Explorer aufgehört hatte, tauchte ich tief in die tatsächlich generierte App ein.
Es ist eine Sache, wenn eine KI behauptet, ein „komplettes Portal“ gebaut zu haben, und eine andere, ein funktionales, qualitativ hochwertiges Produkt in den Händen zu halten. Ich testete jede Seite, um zu prüfen, ob sie meinen Vorgaben entspricht.
Zuerst Landingpage. Ehrlich gesagt erwartete ich etwas Basic, doch ich bekam eine polierte Hero-Sektion „Home Services, Simplified“ mit klarer Blau-Weiß-Farbpalette. Enthalten waren:
- Ein deutlicher „Create Free Account“-Call-to-Action-Button.
- Eine Feature-Liste (Easy Requests, Track Progress, Save Time) mit passenden Icons.
- Eine funktionierende Header-Navigation, die sich je nach Login-Status ändert.

Im Service-Anfrage-Formular war ich wirklich beeindruckt. Ich hatte spezifische Felder verlangt, und die KI lieferte sie perfekt. Es waren nicht einfach generische Textfelder, sondern ein qualitativ hochwertiges Formular:
- Service-Typ: Ein Dropdown-Menü mit Sanitär, Elektro, Reinigung und Gartenpflege.
- Beschreibung: Ein großes Textfeld für Details.
- Bevorzugtes Datum: Ein echter Datepicker. Sogar eine Logik, um Tage in der Vergangenheit auszuschließen, war eingebaut – eine professionelle Note, die ich nicht mal verlangt hatte.
- Dringlichkeit: Ein Selektor mit Niedrig, Mittel und Hoch.

Zum Schluss die Profilseite. Einfach, aber vollständig: Nutzer können ihren Namen, ihre Telefonnummer und Adresse bearbeiten.
Die E-Mail war „read-only“, was Sicherheitsstandard ist – ein weiteres Zeichen, dass die KI grundlegende App-Logik versteht.

Selbst die Branding-Änderung, die ich angefragt hatte – „Service Portal“ zu „QuickFix Home“ – wurde überall übernommen: Logo, Landingpage und sogar im Footer-Copyright.
Mein Eindruck:
Die Qualität des Outputs übertraf meine Erwartungen. Es war kein statisches Mock-up, sondern eine funktionale Anwendung mit echter Logik, Validierung und Datenbankanbindung.
Die Details wie Datumspicker-Logik und farbige Status-Badges lassen es wirken, als hätte ein menschlicher Entwickler Hand angelegt.

