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Webhosting Vergleich: Schnellübersicht
Bluehost erweist sich insgesamt als die bessere Option für traditionelle Website-Betreiber.
Ich fand es einfacher zu bedienen, anfängerfreundlicher und es beinhaltet alles, was man zum Starten einer Website braucht (Domain, E-Mail, Backups und ein vollständiges WordPress-Setup), und das zu geringeren Kosten.
Cloudflare ist sehr schnell und leistungsstark, eignet sich jedoch besser für Entwickler, die Apps erstellen oder statische Inhalte über Git bereitstellen.
1. Preis- und Planvergleich
Bluehosts Shared Hosting-Pläne sind für Cloudflare kaum zu übertreffen.
Bluehost richtet sich eindeutig an traditionelle Website-Betreiber und kleine Unternehmen, während Cloudflare sich an Entwickler und performanceorientierte Teams wendet. Ich habe beide genutzt, und wenn Sie eine unkomplizierte Hosting-Lösung suchen, bietet Bluehost mit funktionsreichen Plänen ab nur $2.95/Monat mehr Wert.
Cloudflares Pages und Workers sind leistungsstark und skalierbar, allerdings variieren die Preise stark je nach Nutzung – ideal für Entwickler, die Apps erstellen, aber weniger für klassisches Website-Hosting.
Man kann bei Bluehost eine voll funktionsfähige WordPress-Website betreiben, und das zu einem geringeren Preis als Cloudflares Pro-Plan, der allein für Performance und Sicherheit $25/Monat kostet. Für die meisten Website-Betreiber bietet Bluehost also mehr Leistung für weniger Geld.
2. Kundenservice-Vergleich: Wer unterstützt Sie?
Bluehost bietet zugänglicheren und hilfreichen Support.
Cloudflare Kundenservice
Als ich Cloudflares Kundenservice testete, war ich besonders daran interessiert, wie viel Hilfe ich ohne ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Plan erhalten würde. Im Cloudflare-Dashboard klickte ich auf den Support-Button in der oberen Navigation.

Dies führte mich zu einer Seite mit zwei Optionen:
- Ihr Problem lösen (geführter KI-Support basierend auf Formulareingaben)
- Andere Kontaktmöglichkeiten zum Support – dazu gehörte auch der Chat, allerdings nur für Business-Plan-Nutzer.
Da ich den kostenlosen Plan nutzte, wählte ich „Technisch“ und stellte eine Frage zu bewährten Caching-Praktiken.
Die Antwort kam nach etwa einer Minute, dafür jedoch nicht von einem Menschen – es war eine detaillierte, KI-generierte Antwort aus der Dokumentation. Es wurden Dinge erwähnt wie das Setzen von Cache-Control-Headern, die Nutzung von Edge-TTL-Einstellungen, das Leeren des Caches und sogar die Konfiguration des Build-Verhaltens mittels Regeln. Technisch korrekt, aber es las sich wie ein Hilfsartikel.

Für einen kostenlosen Plan mag dieses Unterstützungsniveau ausreichend sein, wenn Sie technisch versiert sind. Möchten Sie jedoch Echtzeit-Hilfestellung von einem Menschen oder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, müssen Sie auf einen Business- oder Enterprise-Plan upgraden.
Bluehost Kundenservice
Anschließend testete ich den Support von Bluehost über deren Live-Chat. Ich klickte auf die Chat-Blase in der rechten unteren Ecke und wurde zunächst gefragt, wobei ich Unterstützung benötige. Ich wählte „Neue Dienste kaufen“ und beantwortete einige geführte Fragen.
Innerhalb einer Minute wurde ich mit einem echten Support-Mitarbeiter verbunden.
Ich fragte: “Hallo, ich plane, eine bestehende WordPress-Seite mit WooCommerce zu migrieren. Können Sie mir bitte die genauen Schritte erläutern, die ich auf Ihrer Plattform befolgen muss, wie ich Ausfallzeiten vermeide und ob Sie kostenlose Migrationstools oder Unterstützung anbieten?”
Der Mitarbeiter erläuterte klar zwei Optionen:
- Ein kostenloses DIY-Migrationstool mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
- Einen kostenpflichtigen professionellen Migrationsservice für $149.99 pro Seite und $99 pro E-Mail-Konto.

Auf meine Bitte um eine Anleitung sendeten sie mir einen direkten Link zur Wissensdatenbank, in der erklärt wird, wie das kostenlose Migrationstool funktioniert. Es wurde kein Verkauf vorangetrieben oder Wartezeit in Kauf genommen. Der Support war höflich, hilfreich und schnell.
Den telefonischen Support habe ich nicht getestet, jedoch ist dieser in mehreren Regionen verfügbar. Auch die Wissensdatenbank bietet zahlreiche klar strukturierte, schrittweise Anleitungen.
3. Vergleich der Hosting-Funktionen
Gewinner bei Hosting-Funktionen: Bluehost bietet mehr integrierte Funktionen für Anfänger und Unternehmen.
Bluehost Funktionen
Bei meinem Test erfüllte Bluehost alle Erwartungen an einen Full-Service-Webhoster. Man erhält cPanel-Zugriff, E-Mail-Hosting, kostenloses SSL, tägliche Backups, DDoS-Schutz und integrierte Malware-Scans – selbst in den günstigeren Plänen.
Der Speicherplatz skaliert bis zu 225 GB NVMe SSD, und je nach Plan können bis zu 100 Websites unter einem Konto gehostet werden.
Besonders beeindruckend war der KI-gestützte WonderSuite, der WordPress-Website-Builder. Er machte die Einrichtung unglaublich reibungslos – WonderStart half, eine Website in wenigen Minuten zu starten, WonderTheme kümmerte sich um das Design und WonderBlocks ermöglichte einfache Anpassungen.

Es ist eine gelungene Mischung aus klassischen Hosting-Funktionen und modernem Komfort.
Cloudflare Funktionen
Cloudflare ist nicht für traditionelles Hosting konzipiert – es handelt sich um eine entwicklerorientierte Plattform, die darauf abzielt, die Geschwindigkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit Ihrer Website zu verbessern. Ich nutzte Cloudflare Pages, um statische Websites direkt von GitHub ohne Konfiguration bereitzustellen.
Für dynamische Logik ermöglichen Cloudflare Workers das Ausführen von JavaScript am Edge mit nahezu keiner Latenz. Es gibt keinen Dateimanager, keine E-Mail-Funktion, kein cPanel – es ist eben nicht der klassische Hoster. Stattdessen erhalten Sie ein leistungsfähiges CDN, kostenloses SSL, DDoS-Schutz und fortschrittliche Tools wie R2 (Objektspeicher) und Workers KV.
Ideal ist es für Entwickler, die serverlose Anwendungen bereitstellen möchten, nicht aber für Nutzer, die lediglich einen Blog oder eine kleine Unternehmensseite starten wollen.
4. Vergleich der Website-Performance
Cloudflare liefert schnellere Ladezeiten und geringere Latenz.
Um zu prüfen, wie beide Anbieter in der Praxis abschneiden, testete ich die Geschwindigkeit und Stabilität von zwei Live-Websites – eine, die mit Cloudflare Pages gehostet wird, und eine weitere, die auf Bluehost läuft.
Cloudflare Performance
Für Cloudflare testete ich die offizielle Cloudflare Pages-Seite – ein hervorragendes Beispiel für eine statische Website, die über ihr Edge-Netzwerk bereitgestellt wird.
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Anhand dieser Werte wird deutlich, dass Cloudflare unglaublich schnell ist. Die Seiten laden rasch und werden innerhalb von etwas mehr als einer Sekunde interaktiv.
Wahrscheinlich liegt das daran, dass Cloudflare ein globales Edge-Netzwerk nutzt und statische Inhalte nahe am Nutzer cached, wodurch Verzögerungen minimiert werden. Der niedrige TTFB zeigt zudem, dass der Server nahezu sofort reagiert.
Bluehost Performance
Für Bluehost testete ich eine typische Shared Hosting-Website: www.isunshare.com, die auf der Bluehost-Infrastruktur läuft.
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Bluehost liefert stets ordentliche Geschwindigkeiten, doch der Unterschied zu Cloudflare ist deutlich. Der TTFB war nahezu 10-mal langsamer, was bedeutet, dass der Server länger benötigte, um Daten zu senden.
Dies könnte an der Art und Weise liegen, wie Ressourcen in Shared Hosting-Umgebungen zugeteilt werden oder an der Entfernung des Servers zum Teststandort. Obwohl Bluehost SSD-Speicher und ein CDN anbietet, kann es einfach nicht mit der Edge-Performance von Cloudflare mithalten.
5. Vergleich der Benutzerfreundlichkeit: Welche Plattform ist einfacher zu bedienen?
Bluehost ist für Anfänger deutlich einfacher zu navigieren.
Registrierung und Erstellung eines neuen Kontos
Ich wollte herausfinden, wie einfach es ist, sich anzumelden und loszulegen – denn der Registrierungsprozess verrät viel darüber, für wen die Plattform gemacht ist. Wenn Sie technisch unerfahren sind oder Ihre erste Website erstellen, kann der Anmeldefluss überwältigend wirken, falls er nicht gut gestaltet ist.
Also begann ich mit Cloudflare. Ich wollte eine Website mit Cloudflare Pages einrichten – ihrer Plattform für statische Websites. Ich klickte auf „Get Started“ und wurde aufgefordert, ein Konto mit meiner E-Mail-Adresse und einem Passwort zu erstellen.

Nach der Anmeldung wurde ich ins Dashboard weitergeleitet, musste jedoch zuerst meine E-Mail verifizieren. Nachdem ich dies getan hatte, wurde mir eine Auswahl gezeigt: Ein Git-Repository importieren oder Website-Dateien manuell hochladen.

Ich entschied mich für den Import eines Git-Repos, was der Standardablauf für die Bereitstellung eines Projekts mit Cloudflare ist. Zuerst musste ich mein GitHub-Konto verbinden und Cloudflare die Berechtigung erteilen, auf meine Repositories zuzugreifen.

Sobald dies erledigt war, wurden meine Repositories angezeigt, und ich wählte eines zur Bereitstellung aus. Anschließend überprüfte ich die Build-Einstellungen – wie Build-Befehl, Ausgabeverzeichnis und Produktionsbranch. Cloudflare erkannte mein Setup korrekt, sodass ich einfach auf „Deploy“ klickte.
Ehrlich gesagt ist dieser Ablauf für Entwickler nahtlos. Aber wenn Sie neu im Erstellen von Websites sind und noch nie mit GitHub oder Build-Befehlen gearbeitet haben, kann das wie eine steile Lernkurve wirken – es setzt voraus, dass Sie bereits einen Website-Code in einem Repository haben und den Bereitstellungsprozess verstehen.
Im Anschluss wechselte ich zu Bluehost, um zu prüfen, ob deren Setup so anfängerfreundlich ist, wie behauptet wird. Auf der Homepage wählte ich einen Hosting-Plan (Choice Plus) und wurde sofort durch den Domain-Schritt geführt. Ich konnte entweder eine kostenlose Domain beanspruchen oder diesen Schritt überspringen und später eine verwenden.

Nach der Auswahl meines Plans landete ich auf einer Checkout-Seite, auf der Bluehost einige Upsells wie SiteLock und die Content Creator Solution anbietet – die man problemlos ignorieren kann, wenn man nicht interessiert ist.

Ich bestätigte die Zahlungsmodalitäten, gab meine persönlichen Daten ein und wählte eine Zahlungsmethode (Kreditkarte oder PayPal). Nach der Zahlung erhielt ich eine Bestätigungs-E-Mail, konnte mein Passwort festlegen und mich anmelden. Der gesamte Vorgang dauerte etwa fünf Minuten – so unkompliziert wie ein Einkauf bei Amazon.
Im Vergleich zu Cloudflare erschien der Prozess bei Bluehost weniger technisch und deutlich zugänglicher für Anfänger. Es sind keine Vorkenntnisse in Git, Build-Tools oder statischen Website-Generatoren erforderlich.
Benutzeroberfläche – Kundenbereich & Dashboard
Nach der Anmeldung wollte ich das Dashboard überprüfen, denn hier verbringen Sie den Großteil Ihrer Zeit. Ist das Dashboard verwirrend, kann dies bei jeder kleinen Änderung zu Verzögerungen führen.
Erneut begann ich mit Cloudflare: Nach dem Login erschien mir ein leistungsstarkes, aber sehr technisches Interface. Über ein zentrales Dashboard werden Domains, DNS, SSL, CDN, Sicherheitseinstellungen und Entwicklerwerkzeuge wie Pages und Workers verwaltet.

Bei Pages sah ich alle von mir bereitgestellten Projekte – inklusive Git-Repo, letztem Bereitstellungsstatus und direktem Vorschaulink. Beim Anklicken eines Projekts erschienen detaillierte Build-Logs, Bereitstellungshistorie, Rollback-Optionen, Umgebungsvariablen und sogar Konfigurationen für serverlose Funktionen (falls Workers genutzt werden). Das ist beeindruckend – wenn Sie eine Webanwendung erstellen oder Infrastruktur in großem Maßstab verwalten.
Für jemanden, der nur eine Website starten und einfache Textänderungen vornehmen möchte, ist das jedoch überwältigend. Es gibt keinen visuellen Hinweis wie “Hier starten”.
Alles ist auf Code-Bereitstellung ausgerichtet, nicht auf traditionelles Website-Management. Das ist für Entwickler in Ordnung, aber Anfänger stoßen hier schnell an ihre Grenzen.
Dann loggte ich mich bei Bluehost ein – der Unterschied war augenfällig. Dort wurde ich mit einer herzlichen Begrüßung empfangen: “Guten Morgen, XXXX” sowie einer Erinnerung an meine letzte Aktivität. Das Menü war übersichtlich an der linken Seite angeordnet und enthielt Tabs wie Startseite, Domains, Hosting, Google Workspace und Sicherheit.

Beim Klick auf die Menüpunkte öffnete sich ein klares Panel rechts mit intuitiven Aktionen. Alles, was ich brauchte – etwa eine Website hinzufügen, E-Mails erstellen oder die Domain verbinden – war direkt ersichtlich.
Buttons wie “Meine Website sichern” oder “Experten-Support erhalten” waren deutlich beschriftet und nützlich. Selbst ohne Vorkenntnisse im Website-Management weist Bluehost Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.
Während Cloudflares UI auf Performance und Kontrolle ausgerichtet ist, punktet Bluehost mit Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit.
Hosting-Einrichtung – Eine neue WordPress-Website erstellen
Als Nächstes wollte ich sehen, wie einfach es ist, eine WordPress-Website einzurichten. Da Cloudflare kein direktes WordPress-Hosting anbietet, erwartete ich keine traditionelle Installation – was zutraf. WordPress kann nicht direkt bei Cloudflare installiert werden. Möchten Sie WordPress nutzen, müssen Sie es woanders hosten, ein Plugin verwenden, um es in eine statische Website zu exportieren und diese dann via Cloudflare Pages bereitstellen.
Dieser technische, mehrstufige Prozess ist für die meisten Nutzer nicht sinnvoll – es sei denn, man möchte einen statischen Blog aus einer vorinstallierten WordPress-Seite erstellen. Für diese Anwendung ist Cloudflare also nicht die direkte Option.
Bei Bluehost hingegen könnte es nicht einfacher sein. Ich loggte mich in das Dashboard ein, klickte im Hauptmenü links auf Hosting und dann auf “Add Site.”

Ich wählte “Install WordPress”, gab meiner Website einen Namen und wählte eine Domain (oder nutzte eine temporäre). Bluehost übernahm die Installation automatisch, und wenige Minuten später erhielt ich einen Login-Button für das WordPress-Dashboard.

Von dort aus konnte ich Plugins installieren, ein Theme auswählen und sogar WonderSuite nutzen – den integrierten, KI-gestützten WordPress-Erstellungsassistenten von Bluehost. Er führte mich Schritt für Schritt durch Layout- und Design-Optionen. Alles verlief reibungslos, war anfängerfreundlich und erforderte keinerlei Programmierung.
Server-Verwaltungs-Dashboard
Abschließend wollte ich verstehen, wie die Serververwaltung auf beiden Plattformen funktioniert – hier liegen die Unterschiede besonders klar auf der Hand.
Bei Cloudflare gibt es nämlich keinen Server, den Sie verwalten können. Cloudflare Pages und Workers sind vollkommen serverlos. Das bedeutet, Sie erhalten keinen Zugriff auf ein Betriebssystem, Dateisystem oder Server-Logs wie bei einem herkömmlichen VPS. Stattdessen verwalten Sie Ihre Bereitstellungspipeline – Code, Git-Integration, Build-Einstellungen, Vorschaulinks und Umgebungsvariablen.
Alles wird über das Cloudflare-Dashboard oder Tools wie die Wrangler CLI gesteuert. Sie können Speicher wie R2 oder serverlose Datenbanken wie D1 anbinden, aber alles bleibt abstrahiert – einen echten Server berührt man nicht.
Für Entwickler ist das äußerst mächtig – es spart Wartungsaufwand und ermöglicht gute Skalierbarkeit. Wenn Sie jedoch PHP-Einstellungen anpassen, Error-Logs einsehen oder eine MySQL-Datenbank konfigurieren möchten, ist diese Plattform nicht geeignet.

Bei Bluehost funktioniert die Serververwaltung so, wie man es von einem traditionellen Hoster erwartet. Ich öffnete cPanel über das Bluehost-Dashboard (Hosting → cPanel).

Im cPanel konnte ich unter anderem:
- CPU- und RAM-Auslastung ansehen
- Den Dateimanager nutzen
- MySQL-Datenbanken verwalten
- Cron-Jobs einrichten
- PHP-Version und -Limits anpassen
- DNS-Einstellungen vornehmen
- Fehlerlogs einsehen

Für VPS oder dediziertes Hosting bietet Bluehost sogar Root-Zugriff, sodass Sie Ihre komplette Umgebung steuern können. Selbst bei Shared-Plänen sind die verfügbaren Tools robust und anfängerfreundlich.
Während Cloudflare also eine hochgradige Edge-Kontrolle bietet, ermöglicht Bluehost vollen Serverzugriff und Transparenz.
6. Vergleich von Datenschutz und Sicherheit: Welche Plattform ist sicherer?
Cloudflare bietet den fortschrittlichsten Schutz am Netzwerkrand.
Bluehost Datenschutz und Sicherheit
Bei meinem Test stellte ich fest, dass Bluehost von Anfang an die grundlegenden Sicherheitsfeatures abdeckt – und sogar einige fortgeschrittene Optionen bietet, wenn Sie ein Upgrade in Betracht ziehen. Bereits beim Start erhalten Sie ein kostenloses Let’s Encrypt SSL-Zertifikat, grundlegenden DDoS-Schutz und Malware-Scans (entweder in vielen Plänen enthalten oder via SiteLock).
Die Einrichtung eines sicheren SSH-Zugriffs war über das Control Panel unkompliziert, und ich schätzte, dass Bluehost passwortgeschützte Verzeichnisse und die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) unterstützt.

Für zusätzliche Sicherheit gibt es automatisierte tägliche Backups (via CodeGuard) und optionalen WHOIS-Datenschutz, um Ihre Domain-Infos vor öffentlicher Einsicht zu schützen.
Außerdem werden IP-Blockierung, E-Mail-Spamfilter und ein grundlegender Web Application Firewall angeboten.
Obwohl Bluehost keine Zero-Trust-Zugriffswerkzeuge oder tiefgehende Edge-Sicherheitsfunktionen beinhaltet, bietet es einen soliden Schutz auf Hosting-Ebene – ausreichend für die meisten privaten, geschäftlichen oder E-Commerce-Websites.
Cloudflare Datenschutz und Sicherheit
Cloudflare verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Es sichert nicht Ihren Server, sondern Ihren Datenverkehr – und das auf außergewöhnlich effektive Weise. Während meines Tests wurde deutlich, wie stark der DDoS-Schutz selbst im kostenlosen Plan ist. Das Netzwerk absorbiert Angriffe, bevor diese Ihren Ursprungsserver erreichen. Ein großer Vorteil, wenn hohe Verfügbarkeit essenziell ist.
Cloudflare bietet zudem Universal SSL, Bot Management, Rate Limiting, DNSSEC, IP-Masking und ein anpassbares Firewall-Regelsystem. Bei kostenpflichtigen Plänen erhalten Sie zudem die Web Application Firewall (WAF), die bösartigen Datenverkehr auf Anwendungsebene (z. B. XSS oder SQL-Injektionen) blockiert.

Ein besonderes Highlight ist Cloudflare Access, der Secure Access Manager, der VPNs durch identitätsbasierte Zugriffskontrolle ersetzt – ideal für interne Tools oder Testumgebungen. Darüber hinaus werden keine Nutzerdaten verkauft, Transparenzberichte veröffentlicht und Datenschutzgesetze wie GDPR und CCPA eingehalten.

Der Nachteil: Backups, Malware-Scans oder serverseitiges Monitoring erhalten Sie nicht – das obliegt Ihrem Ursprungs-Hoster, denn Cloudflare hostet Ihre Daten nicht, sondern schützt sie in Transit.
7. Vergleich der Serverstandorte
Cloudflare dominiert dank seines massiven, globalen Netzwerks.
Bei der Überprüfung der Serverinfrastruktur wollte ich verstehen, wie gut beide Anbieter ein globales Publikum bedienen – insbesondere, wenn Sie eine internationale Website betreiben oder Nutzer aus verschiedenen Kontinenten erreichen möchten.
Zuerst betrachtete ich Cloudflare.
Das Servernetzwerk von Cloudflare befindet sich auf einem ganz anderen Niveau. Mit über 330 Städten in mehr als 125 Ländern – inklusive Festland-China – wird Ihre Website vom nächstgelegenen Rechenzentrum ausgeliefert, egal ob der Besucher in Kapstadt, New York oder Neu-Delhi ist.
Die Netzwerk-Karte beeindruckt und spiegelt perfekt die Anycast-Architektur wider, die für konsistente Latenzzeiten weltweit sorgt.

Jedes Rechenzentrum in diesem Netzwerk betreibt alle Dienste von Cloudflare, sodass der Datenverkehr direkt am Edge bearbeitet wird – ohne Umweg über ein zentrales Rechenzentrum. Das führt zu schnelleren Ladezeiten, stärkerem DDoS-Schutz und konstanter Performance für globale Nutzer.
Anschließend betrachtete ich Bluehost.
Bluehost verfügt über deutlich weniger Rechenzentren, hauptsächlich in den USA (Provo und Orem, Utah). Es gibt zwar internationale Präsenz in Indien (Mumbai), im Vereinigten Königreich (London) und eventuell in Kanada oder Amsterdam, doch diese ist begrenzt und weniger transparent dargestellt.
Bemerkenswert ist, dass Bluehost keine Auswahl des Serverstandorts ermöglicht – dieser wird automatisch anhand interner Kriterien zugewiesen und kann nach der Aktivierung des Hostings nicht mehr verändert werden.
Um globale Nutzer zu erreichen, bietet Bluehost eine kostenlose CDN-Integration (via Cloudflare) an, die Ihre Inhalte weltweit verteilt – allerdings ist das lediglich ein Kompromiss gegenüber eigenen, in der Nähe des Nutzers befindlichen Rechenzentren.
So funktioniert es:
- Ihre Website wird bei Bluehost gehostet – dort verwalten Sie Dateien, Datenbanken, WordPress und E-Mails.
- Anschließend verbinden Sie Ihre Domain, indem Sie im Bluehost-Dashboard die Nameserver auf Cloudflare umstellen.
- Sobald die Verbindung steht, fungiert Cloudflare als Proxy, cached Ihre Inhalte in seinem globalen Edge-Netzwerk, beschleunigt die Auslieferung und schützt vor DDoS-Angriffen.
Dieses Setup ist besonders nützlich, wenn Ihr Bluehost-Server in den USA steht, Sie aber internationale Besucher haben – Cloudflare sorgt dafür, dass Ihre Seite weltweit schneller geladen wird, ohne dass Sie Ihren Hosting-Plan ändern müssen. Die Einrichtung ist kostenlos und liefert sowohl Performance- als auch Sicherheitsvorteile.
Webhosting Vergleich: Das Fazit
Nach ausgiebigen Tests beider Plattformen ist Bluehost für die meisten Nutzer – insbesondere für Anfänger, Blogger und kleine Unternehmen – die bessere Wahl. Es bietet alles, was Sie zum Starten und Verwalten einer Website benötigen, sowie hervorragenden Support und wertvolle, funktionsreiche Pläne.
Cloudflare ist schnell und sicher, eignet sich jedoch besser für Entwickler und Edge-Bereitstellungen statt für klassisches Website-Hosting.


