
- Mehr als 600.000 Kunden mit 15 Rechenzentren weltweit
- Raid-SSD-basierte virtuelle Server, hervorragende Bandbreitenfunktionen, 55-Sekunden-Serverbereitstellung, flexible API, Kernal-basierte virtuelle Maschinen, Hex-Core-Racks, dedizierter ECC-RAM und DO-Server-Snapshot
- Die Redundanz und Kapazität der DigitalOcean-Clouds werden durch Tier-1-Netzwerke und 10-gig-E-Verbindungen sichergestellt.

- Limited support hours (Monday-Friday, 8 AM–6 PM CEST only for cloud services)
- NVMe storage across all tiers, generous developer tools, and superior feature-to-price ratio
- 14-day backup retention
DigitalOcean vs Hetzner: Kurzzusammenfassung
Ich fand die Preise von Hetzner unschlagbar. Ab nur $2/Monat für Webhosting mit unbegrenztem Datenvolumen, täglichen Backups und inklusive E-Mail. DigitalOcean punktet in Sachen Leistung (97 % GTmetrix-Score) und globaler Reichweite (12 Rechenzentren), aber der infrastructure-fokussierte Ansatz vermisst grundlegende Hosting-Features wie E-Mail und Control-Panels.
Es sei denn, Sie sind ein Entwickler, der fortschrittliche Cloud-Tools benötigt – dann bietet Hetzner mit einsteigerfreundlichen Funktionen zu Tiefstpreisen das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
1. Preis- und Tarifvergleich
Hetzners unschlagbar günstige Preise lassen DigitalOcean alt aussehen
DigitalOcean beginnt bei $4/Monat für einfache Droplets und steigt je nach Konfiguration auf Hunderte von Dollar, mit Managed-Datenbanken ab $15/Monat und Kubernetes ab $12/Monat. Unterdessen bietet Hetzner Webhosting ab nur $2/Monat, Cloud-Server ab $4.09/Monat und dedizierte Server ab $42/Monat an.
Besonders beeindruckt haben mich Hetzners Managed-Server ab $38/Monat mit vollständigem technischen Support – etwas, das DigitalOcean überhaupt nicht anbietet. Außerdem enthält Hetzner in den meisten Tarifen unbegrenzten Traffic, während DigitalOcean $0.01/GiB für Übermengen berechnet. Wenn Budget Ihre Priorität ist, gewinnt Hetzner haushoch.
2. Kundensupport-Vergleich: Wer steht hinter Ihnen?
DigitalOcean bietet rund um die Uhr schnelleren, umfassenderen Support
DigitalOcean Kundensupport
DigitalOcean stellt allen Kunden rund um die Uhr kostenlosen Ticket-Support zur Verfügung, direkt über das Control Panel erreichbar.
Außerdem bieten sie kostenpflichtige Support-Pläne mit deutlich kürzeren Reaktionszeiten, Live-Chat-Zugang, eigenen Slack-Kanälen und sogar Video-Calls mit Solution Architects an.
Verfügbare Supportkanäle:
- Ticket-Support: Rund um die Uhr für alle Nutzer, auch im kostenlosen Starter-Plan
- E-Mail-Support: Über das Nutzer-Dashboard für kontobezogene Anfragen verfügbar
- Live-Chat: In kostenpflichtigen Support-Plänen ab dem Developer-Tarif (20 $/Monat) enthalten
- Dedizierter Slack-Kanal: Im Premium-Support-Plan (999 $/Monat) für Echtzeit-Kommunikation verfügbar
- Video-Calls und Business Advisors: Im Premium-Plan für Architektur-Reviews und Beratungen enthalten
- Community-Ressourcen: Aktive Foren, umfangreiche Tutorials und eine ausführliche Knowledge Base
Wichtiger Hinweis: DigitalOcean bietet auf keiner Stufe Telefon-Support an.
Mein Support-Test:
Ich entschied mich, ihren Support persönlich zu testen, um die Reaktionszeit und Hilfsbereitschaft zu überprüfen. Im Dashboard klickte ich auf „Support“ im linken Hauptmenü und dann auf „Create Ticket“.
DigitalOcean zeigte mir vorab die erwartete Antwortzeit an: Innerhalb eines Tages für meinen kostenlosen Starter-Plan. Bei kostenpflichtigen Plänen wie Developer verbessert sich die Reaktionszeit auf bis zu 8 Stunden. Premium-Kunden mit geschäftskritischen Anwendungen erhalten Antworten innerhalb von 30 Minuten.

Ich reichte mein Ticket um 11:46 Uhr ein mit folgender Frage:
“Hallo. Ich plane, meinen Droplet zu löschen, da er derzeit zu teuer ist. Allerdings möchte ich den gesamten Inhalt des Droplets sichern, um ihn später wiederherstellen oder erneut verwenden zu können. Können Sie mir bitte erklären, wie ich am besten: Alle Dateien und Datenbanken vom Droplet sichere? Einen Snapshot erstelle oder den Droplet exportiere, um ihn später wieder zu verwenden? Die Speicherkosten minimiere und gleichzeitig meine Daten sicher aufbewahre? Ich möchte sicherstellen, dass ich keine wichtigen Daten und Konfigurationen verliere. Falls es bestimmte Tools oder Methoden gibt, die Sie empfehlen, lassen Sie es mich bitte wissen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!”
Ich erhielt eine ausführliche Antwort um 13:18 Uhr, also nach nur 1 Stunde und 32 Minuten, und übertraf damit die versprochene 1-Tages-Reaktionszeit für Gratiskonten.
Er lieferte:
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Erstellen und Wiederherstellen von Snapshots
- Direkte Links zur relevanten Dokumentation (Snapshot-Limits, Erstellungsanleitungen, SSH-Verbindungstutorials)
- Alternative Methoden mit rsync, SCP und GUI-Tools wie FileZilla
- Klare Warnungen vor möglichen Fehlern (versehentliches Löschen von Snapshots beim Entfernen des Droplets)

Meine Eindrücke:
Ich war wirklich beeindruckt. Die Antwort kam wesentlich schneller als erwartet für einen Gratis-Account, der Support-Mitarbeiter verstand mein Anliegen sofort und die Antwort war umfassend mit mehreren Lösungsansätzen. Die Einbindung von Dokumentationslinks war hilfreich und nicht abschlägig.
Sie gaben mir alles, was ich brauchte, um sicher weiter vorgehen zu können. Der Ton war professionell und zugleich freundlich („Swimmingly, Akshay“ war eine nette persönliche Note).
Dieses Support-Niveau im Gratis-Plan zeigt, dass DigitalOcean den Erfolg seiner Kunden unabhängig vom Ausgabenlevel wirklich wertschätzt.
Hetzner Kundensupport
Bei Hetzner variiert die Support-Struktur stark je nach genutztem Service und Art des Problems.
Verfügbare Supportkanäle:
- Telefon-Support: Rund um die Uhr nur für dedizierte Server (nicht für Cloud oder Webhosting)
- E-Mail-Support: Allgemeine Anfragen an support@hetzner.com (Antwortzeiten variieren)
- Support-Tickets: Über das Robot-Interface (dedizierte Server) oder die Cloud Console (Cloud-Server)
- Kontaktformular: Webformular, das an die zuständigen Techniker weitergeleitet wird
- Dokumentation: Umfassende Hetzner-Dokumentation mit Anleitungen und Tutorials
- Community-Forum: Aktive Community für Peer-to-Peer-Support
Wichtiger Nachteil: Für Cloud-Services und Webhosting ist der Support nur montags bis freitags von 8:00–18:00 Uhr (CEST) verfügbar. Außerhalb dieser Zeiten werden nur kritische Infrastrukturprobleme mit mehreren betroffenen Kunden bearbeitet. Das ist ein erheblicher Nachteil, wenn Sie am Wochenende oder nachts auf Probleme stoßen.
Mein Support-Test:
Ich wollte den Cloud-Support von Hetzner direkt testen. Im Cloud-Console-Dashboard klickte ich oben rechts auf mein Profilsymbol und wählte „Support“ aus.
Ich wurde aufgefordert, eine neue Support-Anfrage zu erstellen und konnte zwischen drei Kategorien wählen: Technisch, Abrechnung oder Sonstiges. Ich wählte „Technisch“ und fragte:
“Hallo. Ich möchte automatisierte Backups mit rsync über SSH zu einem externen Server einrichten. Gibt es auf Ihren VPS-Plänen Firewall-Regeln oder Port-Einschränkungen, die ausgehende SSH-Verbindungen blockieren könnten?”
Bevor ich abschicken konnte, schlug das System von Hetzner automatisch mehrere Artikel aus ihrer Knowledge Base vor. Diese waren zwar hilfreich, beantworteten meine konkrete Frage jedoch nicht, daher klickte ich auf „I need more options“ und fuhr mit der Einreichung fort.
Nach dem Absenden erhielt ich folgende Warnung:
“Please note our support business hours: Mo. – Fr., 8am – 6pm CET”
Das machte die Einschränkung sofort klar: Bei einem kritischen Problem außerhalb der Geschäftszeiten wäre ich auf mich allein gestellt, sofern es nicht um großflächige Infrastrukturprobleme geht.
Trotz dieser Warnung fuhr ich fort und reichte meine Anfrage ein. Es war 16:19 Uhr an einem Wochentag, also innerhalb der Supportzeiten.
Um 17:52 Uhr (also 1 Stunde und 33 Minuten später) erhielt ich folgende Antwort von Tim Stich:
“Sehr geehrter Kunde, vielen Dank für Ihre Nachricht. Von unserer Seite gibt es keine Einschränkungen bezüglich dieser Ports oder Protokolle. Sollten Sie weitere Hilfe benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Mit freundlichen Grüßen, Tim Stich”

Meine Eindrücke:
Die Antwort war schnell und ging direkt auf meine Frage ein. Allerdings wirkte sie im Vergleich zu DigitalOceans Support etwas knapp. Während Tim meine Frage beantwortete, fehlten Links zu Dokumentationen und proaktive Vorschläge (z. B. wie man die Verbindung testet oder typische rsync-Konfigurationen). Es war effizient, aber weniger lehrreich.
Die Reaktionszeit war gut (knapp über 1,5 Stunden), allerdings nur während der Geschäftszeiten.
Hätte ich diese Frage um 19 Uhr oder an einem Samstag abgeschickt, hätte ich wahrscheinlich bis Montagmorgen warten müssen. Für Cloud-Kunden ist das Fehlen von 24/7-Support ein deutliches Manko, besonders wenn unerwartete Probleme außerhalb europäischer Geschäftszeiten auftreten.
3. Hosting-Feature-Vergleich
DigitalOcean fehlt es an grundlegenden Hosting-Features, die Hetzner bietet
DigitalOcean Funktionen
Ich muss ehrlich sein: DigitalOcean ist nicht für klassisches Website-Hosting konzipiert. Als ich ihre Plattform erkundete, stellte ich fest, dass es sich um reines Infrastructure-as-a-Service handelt – Sie erhalten rohe Rechenpower ohne die Hosting-Annehmlichkeiten, die die meisten Nutzer erwarten.
Die Droplets (virtuelle Maschinen) geben Ihnen völlige Kontrolle, was mächtig ist, wenn Sie wissen, was Sie tun, aber es gibt kein Control-Panel wie cPanel. Nur ein Cloud-Dashboard zur Verwaltung Ihrer Infrastruktur.

Sie müssen per SSH auf Ihren Server zugreifen und alles selbst konfigurieren. E-Mail-Konten? Nicht enthalten. Sie müssen einen eigenen Mailserver betreiben oder einen Drittanbieter nutzen. SSL-Zertifikate sind via Let’s Encrypt verfügbar, müssen jedoch manuell mit Tools wie Certbot installiert und eingerichtet werden.
Backups kosten zusätzlich 20–30 % des Droplet-Preises und sind wöchentlich, nicht täglich. Der Speicherplatz reicht je nach Droplet-Größe von 25 GB bis mehrere hundert GB, und die Bandbreite beträgt 500 GB bis 1 TB inklusive, mit zusätzlichen Kosten von 0,01 $/GB für Übermengen.
Die Plattform ist hervorragend für Entwickler, die volle Kontrolle wünschen, aber wenn Sie auf traditionelle Hosting-Features Wert legen, werden Sie enttäuscht sein.
Hetzner Funktionen
Hetzners Webhosting-Pakete fühlen sich an wie richtiges Webhosting – und das meine ich im besten Sinne. Als ich ihre Plattform testete, war ich beeindruckt, wie umfangreich alles direkt einsatzbereit ist. Sie erhalten unbegrenzt Mailboxen mit Webmail, SMTP, CalDAV- und CardDAV-Synchronisation, Anti-Spam-Schutz und Virenscanning – alles inklusive.
Das konsoleH Control-Panel ist intuitiv und verwaltet alles von Domains bis Datenbanken, obwohl Sie optional auch cPanel installieren können.

SSL-Zertifikate sind komplett sorgenfrei mit Let’s Encrypt und Symantec verfügbar und werden automatisch konfiguriert. Tägliche Backups laufen automatisch und werden 14 Tage lang aufbewahrt – ohne zusätzliche Kosten. Der Speicherplatz reicht von 10 GB bis 300 GB NVMe-SSD und die Bandbreite ist in allen Tarifen unbegrenzt.
Sie erhalten außerdem Varnish-Caching und Redis für schnellere Ladezeiten, mehrere Datenbanken (MariaDB und PostgreSQL), Cronjobs, SSH-Zugang (in höheren Tarifen) und Unterstützung für Node.js.
Der One-Click-WordPress-Installer und die Unterstützung für populäre CMS wie Shopware, WooCommerce, Joomla und Drupal machen die Einrichtung extrem einfach.

Alles läuft in deutschen Rechenzentren mit DSGVO-Konformität und 100 % Ökostrom.
4. Website-Performance-Vergleich
DigitalOcean liefert deutlich schnellere Ladezeiten und bessere Web Vitals
Um zu sehen, wie gut jeder Anbieter unter realen Bedingungen performt, habe ich GTmetrix-Tests auf Websites durchgeführt, die bei DigitalOcean und Hetzner gehostet sind.
DigitalOcean Performance-Ergebnisse
Gesamtbewertungen:
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Verbindungsdetails:
- Redirect Time: 0 ms (keine unnötigen Umleitungen, die den Ablauf verlangsamen)
- Connect Time: 166 ms (schneller Verbindungsaufbau zum Server)
- Backend Processing: 297 ms (effizientes serverseitiges Rendering)

Diese Ergebnisse sind herausragend. Ein Performance-Score von 97 % platziert diese Website in der obersten Kategorie der Web-Performance. Besonders hervorzuheben ist das Largest Contentful Paint von 1,1 Sekunden. Das bedeutet, dass Nutzer sinnvollen Inhalt unglaublich schnell sehen.
Die Total Blocking Time von null zeigt, dass der Server und die Anwendung hochoptimiert sind, ohne JavaScript-Bottlenecks. Der perfekte Cumulative Layout Shift sorgt für stabile Darstellung ohne störende Layout-Verschiebungen.
DigitalOceans Infrastruktur unterstützt eindeutig leistungsstarke Websites. Die NVMe-SSDs, optimierte Netzwerk-Routing und schnelle CPU-Leistung tragen alle zu diesen beeindruckenden Werten bei. Für SEO und Nutzererfahrung ist dieses Performance-Level hervorragend. Google wird diese Seite positiv bewerten und Besucher werden nicht aufgrund langsamer Ladezeiten abspringen.
Hetzner Performance-Ergebnisse
Gesamtbewertungen:
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Verbindungsdetails:
- Redirect Time: 0 ms (keine Weiterleitungen)
- Connect Time: 25 ms (extrem schnelle Verbindung)
- Backend Processing: 10 ms (blitzschnelle Serververarbeitung)

Die Ergebnisse sind gemischt, geben aber wichtige Einblicke. Hetzners Time to First Byte von 35 ms ist phänomenal und gehört zu den schnellsten, die ich je gesehen habe. Das zeigt exzellente Server-Hardware und Netzwerk-Nähe (der Testserver befand sich in Frankfurt, derselben Stadt wie Hetzners Rechenzentrum, was vermutlich half). Die Backend-Verarbeitung von nur 10 ms beweist leistungsstarke Serverressourcen.
Allerdings offenbaren das Largest Contentful Paint von 2,9 Sekunden und die Total Blocking Time von 370 ms Optimierungsprobleme. Diese sind nicht unbedingt Hetzners Schuld, sondern können aus dem Website-Code, nicht optimierten Bildern oder umfangreichem JavaScript resultieren.
Doch der Kontrast ist auffällig: Der Server liefert Inhalte extrem schnell (35 ms TTFB), trotzdem warten Nutzer fast 3 Sekunden, bis sie sinnvollen Content sehen.
Der 62 % Performance-Score zeigt, dass an der Optimierung gearbeitet werden muss. Besonders die Time to Interactive von 3,6 Sekunden ist für die Nutzererfahrung problematisch. Besucher könnten versuchen, Elemente anzuklicken, bevor die Seite vollständig interaktiv ist, was frustrierend wäre.
Wichtiger Hinweis: Der Test wurde aus Frankfurt durchgeführt, also im selben Land wie Hetzners Rechenzentrum. Dieser geographische Vorteil sollte eigentlich zu noch besseren Werten führen. Würden wir aus London testen (wie beim DigitalOcean-Test), wären Hetzners Werte vermutlich etwas schlechter aufgrund erhöhter Latenz.
5. Benutzerfreundlichkeit: Welche Plattform ist einfacher?
Hetzners Webhosting ist für Einsteiger deutlich einfacher als DigitalOceans Infrastruktur
Registrierung und Kontoerstellung
Der Registrierungsprozess ist entscheidend, da er den Gesamteindruck Ihrer Hosting-Erfahrung bestimmt. Ein komplizierter Anmeldevorgang kann ein Warnsignal dafür sein, wie die Plattform Sie als Kunde behandeln wird.
DigitalOcean Registrierung
Ich begann mit DigitalOcean, um zu überprüfen, wie einfach die Anmeldung ist und ob der Prozess intuitiv und unkompliziert verläuft. Die Anmeldung erfolgt über die offizielle Website unter https://www.digitalocean.com/.
Nach Klick auf den hervorgehobenen „Sign Up“- oder „Get Started“-Button oben rechts wurden mir drei Anmeldeoptionen angezeigt: E-Mail, Google oder GitHub.

Ich wählte die E-Mail-Methode, um den vollständigen Prozess zu durchlaufen:
Step 1: Ich gab meine E-Mail-Adresse ein und erstellte ein Passwort, das ich bestätigte.
Step 2: DigitalOcean schickte mir sofort eine Bestätigungs-E-Mail. Ich öffnete mein Postfach, fand die E-Mail und klickte auf den Verifizierungs-Link, um mein Konto zu aktivieren.
Nach dem Klick auf den Verifizierungs-Link wurden mir einige Onboarding-Fragen gestellt:
- Was ist Ihre Rolle?
- Wofür möchten Sie DigitalOcean nutzen?
- Mit wie vielen Teamkollegen möchten Sie zusammenarbeiten?
Ich beantwortete sie, um die Einrichtung abzuschließen. Sie sollen DigitalOcean dabei helfen, Empfehlungen zu personalisieren – Sie können sie aber überspringen oder später ändern.

Nachdem ich diese Angaben abgeschickt hatte, wurde ich direkt zum Haupt-Dashboard weitergeleitet. Dort wurde mein erstes Standardprojekt mit dem Titel „first-project“ angezeigt.

Die Oberfläche zeigte mir Abschnitte wie „Resources“, „Activity“ und „Settings“ sowie eine Willkommensnachricht, die DigitalOceans Produkte kurz vorstellte:
„Mit DigitalOcean haben Sie volle Kontrolle über Ihre Infrastruktur (mit Produkten wie Droplets und Reserved IPs) oder Sie überlassen uns die Infrastrukturverwaltung (mit Produkten wie App Platform, Load Balancers und Managed Databases).“
Darunter sah ich die nächsten Schritte, um loszulegen:
- Fügen Sie eine Zahlungsmethode hinzu, um die Kontoerstellung abzuschließen
- Starten Sie einen Droplet (eine virtuelle Maschine, die Sie in Sekunden erstellen können)
- Deployen Sie eine Web-App mit der App Platform
- Erkunden Sie Cloudways & DigitalOcean, ihre Managed-Hosting-Lösung
Insgesamt wirkte das Dashboard-Layout intuitiv. Alles, was Sie für den Start Ihrer ersten Ressource benötigen, war klar ersichtlich. Es fühlte sich an, als könnten Sie sofort mit dem Aufbau beginnen.
Wichtiger Hinweis: DigitalOcean bietet neuen Nutzern häufig bis zu $200 Gratisguthaben (gültig für 60 Tage), das nach Hinzufügen von Zahlungsinformationen automatisch aktiviert wird. Sie werden erst belastet, wenn Ihr Verbrauch die Credits überschreitet oder der Zeitraum abläuft – je nachdem, was früher eintritt.
Die Anmeldung war schnell und funktional. Ich schätzte, dass es keine unnötigen Schritte oder verwirrenden Umwege gab. Besonders positiv fiel auf, wie einsteigerfreundlich die Oberfläche wirkte. Sie überfordert nicht mit Optionen, bietet aber alles Wichtige, um direkt loszulegen.
Hetzner Registrierung
Als Nächstes besuchte ich Hetzner, um den Vergleich zu ziehen. Die Anmeldung bei Hetzner gestaltete sich deutlich komplizierter, als ich erwartet hatte.
Ich startete auf Hetzners Homepage, musste jedoch zuerst auf „Product Overview“ navigieren und dort manuell „Cloud hosting“ auswählen – nicht gerade intuitiv für Neulinge, die schnell beginnen wollen.

Nachdem ich auf der nächsten Seite fast bis ganz unten scrollen musste, um die Preisübersicht zu finden, klickte ich auf „Get started“. Dann erschien das Registrierungsformular, in dem ich meine E-Mail und ein Passwort eingeben sollte.

So weit war es noch simpel. Dann kam die E-Mail-Verifizierung: Ich musste die Seite verlassen, mein Postfach öffnen, auf den Link klicken und zurückkehren.
Anschließend verlangte Hetzner detaillierte persönliche Angaben, die mir übertrieben erschienen:
- Anrede, Vorname und Nachname
- Straße und Hausnummer
- Postleitzahl und Ort
- Länderwahl
- Umsatzsteuer-ID (auch wenn man kein Unternehmen ist)
- Telefon- und Mobilnummer

Nach Klick auf „Continue“ landete ich auf der Zahlungsseite, wo ich zwischen EUR und USD wählen musste – und das ist eine endgültige Entscheidung. Ein späterer Wechsel der Währung ist nicht möglich, was unnötig einschränkend wirkt.

Nach Abschluss erschien die Meldung „You successfully signed up!“, doch ich musste sofort die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Obwohl ich den Sicherheitsaspekt schätze, fühlte sich das wie ein weiterer unnötiger Hürdenlauf an, wenn man einfach nur die Plattform erkunden möchte.
Dann wurde es richtig frustrierend: Als ich mein erstes Projekt anlegen wollte, sperrte mich Hetzners automatisches System als „increased risk level“ und bestand auf zusätzlicher Ausweisprüfung, bevor ich fortfahren konnte. Laut Meldung könnte das „bis zu einem vollen Arbeitstag“ dauern – und das nur werktags (Montag–Freitag, 9 – 17 Uhr CET).

Diese Verzögerung war extrem enttäuschend und wäre ein K.O.-Kriterium für alle, die sofort loslegen wollen. Zwar ist Betrugsprävention wichtig, aber nach der Eingabe aller persönlichen Daten war diese Wartezeit überzogen.
Registrierungs-Sieger: DigitalOcean punktet durch Schnelligkeit und Einfachheit. Obwohl bei beiden Anbietern Zahlungsinformationen erforderlich sind, ist Hetzners manueller Verifikationsprozess ein erheblicher Nachteil.
Benutzeroberfläche – Kundenbereich & Dashboard
Das Dashboard ist Ihr Kommandozentrum. Hier verbringen Sie die meiste Zeit mit der Verwaltung Ihres Hostings. Ein gut gestaltetes Dashboard spart Stunden an Frustration und lässt komplexe Aufgaben schlicht wirken.
DigitalOcean Dashboard
Sobald Sie sich einloggen, werden Sie von einer sauberen, modernen Oberfläche begrüßt, die sich auf Ihre Projekte konzentriert. Das Hauptfeld zeigt eine Übersicht Ihres Droplets mit Standort (NYC1), Spezifikationen (1 GB RAM / 25 GB Disk) und IP-Adresse mit praktischem Kopierbutton.
Sogenannte „Quick Action Cards“ schlagen nützliche Schritte vor, z. B. „Create an AI agent“, „Create a GPU Droplet“, „Create a Managed Database“ und „Start using Spaces“. Für bestehende Ressourcen gibt es Karten wie „Add a disk to your Droplet“, „Take a snapshot“, „Create a cloud firewall“ und „Enable the DigitalOcean agent“.

Das linke Sidebar-Menü ist in große Kategorien unterteilt:
- App Platform – Bereitstellung von Apps direkt aus Git
- GenAI Platform – Tools zur Entwicklung von KI-Agenten
- Droplets – Ihre virtuellen Maschinen
- GPU Droplets – Für KI/ML-Workloads
- Functions – Serverless Computing
- Kubernetes – Container-Orchestrierung
- Volumes – Verwaltung von Blockspeicher
- Databases – Managed-Datenbank-Cluster
- Spaces – Objektspeicher
- Container Registry – Docker-Image-Speicher
- Backups & Snapshots – Datensicherung
- Networking – VPCs, Firewalls, Load Balancers, Floating IPs
- Monitoring – Leistungsüberwachung und Alarme
Ein Klick auf eine dieser Kategorien öffnet rechts detaillierte Verwaltungspanels. Einige enthalten Untermenüs für noch feingranularere Einstellungen.

Das Dashboard ist unglaublich umfangreich, wahrscheinlich sogar zu viel für Einsteiger. Alles ist in zwei Klicks erreichbar, aber Sie müssen wissen, wonach Sie suchen.
Was mich beeindruckte, ist die Klarheit und Reaktionsschnelligkeit der Oberfläche – es wirkt nie überladen, trotz der riesigen Funktionsvielfalt. Die Suchleiste oben ermöglicht den schnellen Sprung zu jeder Ressource. Dokumentationslinks sind kontextuell und sehr hilfreich.
Was jedoch überwältigen kann: Wenn Sie es gewohnt sind, ein klassisches Hosting-Control-Panel mit „Dateimanager“ und „E-Mail-Konten“-Buttons zu nutzen, wirkt dieses Dashboard fremd. Es ist eindeutig für Entwickler gebaut, die Infrastruktur-Komponenten statt Websites im Fokus haben.
Hetzner Console Dashboard
Nach der erfolgten Verifikation erkundete ich Hetzners neue einheitliche Plattform Hetzner Console (console.hetzner.com), die das alte Cloud Console ersetzen soll.
Sie bündelt das Management von Cloud-Produkten, Object Storage und Storage Boxes, mit Plänen, später auch Robot und konsoleH zu integrieren.
Die Console verwendet ein dunkles Theme, das für Entwickler ansprechend, für traditionelle Hosting-Nutzer jedoch zu nüchtern wirkt. Die Oberfläche signalisiert klar, dass Hetzner den Fokus auf VPS- und Cloud-Infrastruktur legt.

Das vertikale Sidebar-Menü gliedert sich in:
- CLOUD: Server, Volumes, Floating IPs, Firewalls
- NETWORKING: Load Balancers, Netzwerke, DNS (BETA)
- STORAGE: Object Storage, Storage Boxes
- SECURITY: Sicherheitseinstellungen
Dieses Layout signalisiert sofort, dass Hetzner VPS- und Cloud-Infrastruktur wichtiger sind als vereinfachtes Shared Hosting.
Im Bereich DNS (BETA) fand ich den DNS-Manager: Tabs für Records, Name servers, E-Mail-Security und Löschen. Der Bereich „ADD RECORD“ ist selbsterklärend mit Dropdowns für Record-Typ. Die Übersicht listet bestehende DNS-Einträge in einer Tabelle mit TYPE, NAME, VALUE, TTL und COMMENT. Über das Drei-Punkte-Menü lassen sich einzelne Einträge bearbeiten oder löschen. Funktional, aber ohne Hilfsassistenten – hier setzt man DNS-Kenntnisse voraus.
Ein wesentliches Usability-Problem: Es gibt keinen einheitlichen „Control Panel“-Button für Datei-, Datenbank- oder Website-Builder-Verwaltung. Sie müssen Server manuell provisionieren, SSH einrichten und selbst administrieren.
Um auf andere Hetzner-Services zuzugreifen, klicken Sie auf das 9-Felder-Symbol oben rechts und bekommen Links zu konsoleH (Webhosting), Robot (dedizierte Server), Cloud Console und DNS
Console. Diese Fragmentierung über mehrere Interfaces hinweg wirkt unübersichtlich. Haben Sie Webhosting, Cloud-Server und einen dedizierten Server, jonglieren Sie mit drei separaten Control Panels.

Für traditionelles Webhosting ist konsoleH zuständig. Hier finden Sie eine konventionellere Oberfläche mit Bereichen für Domains, E-Mail, Datenbanken und Dateiverwaltung – viel näher an dem, was man von Shared Hosting gewohnt ist.
Dashboard-Sieger: Für Entwickler ist DigitalOceans einheitliches Dashboard überlegen. Für klassische Hosting-Nutzer ist Hetzners konsoleH (Webhosting-Panel) zugänglicher, doch die fragmentierte Plattform-Strategie schmälert das Gesamterlebnis.
Einrichtung einer neuen WordPress-Website
Die Einrichtung von WordPress ist oft die erste echte Aufgabe nach der Anmeldung und ein perfekter Test, wie einsteigerfreundlich eine Plattform wirklich ist.
WordPress auf DigitalOcean erstellen
Ich begann mit DigitalOcean und muss sagen, dass diese Erfahrung sich grundlegend von der bei herkömmlichen Hosting-Anbietern unterschied.
DigitalOcean bietet keinen eindeutigen „One-Click WordPress Installer“ auf dem Dashboard. Stattdessen musste ich ein WordPress-Droplet über den Marketplace starten.
So funktionierte es:
Schritt 1: WordPress im Marketplace finden. Von meinem Dashboard klickte ich links auf „Droplets“ und dann auf den grünen „Create Droplet“-Button.

Das brachte mich auf eine Konfigurationsseite, auf der ich unter „Choose an image“ den Reiter „Marketplace“ anklickte und nach „WordPress“ suchte.

Ich wählte „WordPress 5.8 on Ubuntu“ aus.
Schritt 2: Droplet konfigurieren. Hier wurde es technisch. Ich musste mehrere Entscheidungen treffen:
- Plan wählen: DigitalOcean empfiehlt mindestens 1 GB RAM für WordPress, daher wählte ich den 6 $/Monat-Plan (1 vCPU, 1 GB RAM, 25 GB SSD).
- Rechenzentrumsregion: Ich entschied mich für New York (NYC1), da ich US-Besucher anspreche.
- Authentifizierung: SSH-Schlüssel oder Passwort – SSH ist sicherer, aber ich wählte aus Einfachheitsgründen das Passwort.
- Optionale Features: Ich aktivierte „Improved metrics monitoring“, verzichtete jedoch auf automatisierte Backups, um Kosten zu sparen.
- Hostname: Ich nannte es „WordPress-Droplet-1“.

Ich klickte auf „Create Droplet“ und wartete etwa 60 Sekunden, bis der Server hochgefahren war. Anschließend erhielt ich eine IP-Adresse.
Schritt 3: Platzhalter-Seite. Ich kopierte die IP und öffnete sie im Browser. Statt WordPress sah ich eine Platzhalter-Seite mit dem Hinweis: „Please log in to your Droplet via SSH to configure WordPress for the first time.“
Diese Sicherheitsmaßnahme verhindert, dass jemand Ihre WordPress-Installation kapert, bedeutete aber auch, dass ich ohne Kommandozeile nicht weiterkam.
Schritt 4: SSH-Konfiguration (der technische Teil). Ich öffnete mein Terminal und gab ein:
ssh root@159.XX.X9.15
Nachdem ich mein Passwort eingegeben hatte, folgten verschiedene Eingabeaufforderungen:
- Domainname: Ich gab meine Domain ein (oder konnte vorerst die IP verwenden)
- E-Mail-Adresse: Für das WordPress-Admin-Konto
- Benutzername: Mein WordPress-Admin-Benutzername
- Passwort: Mein WordPress-Admin-Passwort
- Blog-Titel: Der Name meiner Seite
- Let’s Encrypt SSL: Ja oder Nein für kostenloses SSL-Zertifikat
Der gesamte Prozess dauerte etwa 15–20 Minuten.
Schritt 5: Anmeldung in WordPress. Schließlich konnte ich mit http://meine-ip/wp-admin auf das Dashboard zugreifen und mich mit den erstellten Zugangsdaten anmelden. Von dort funktionierte WordPress wie gewohnt.
Mein Fazit: DigitalOceans WordPress-Setup ist mächtig und liefert einen voll konfigurierten LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP), aber es ist keineswegs anfängerfreundlich. Wenn Sie noch nie SSH oder ein Terminal verwendet haben, sind Sie komplett überfordert. Die Dokumentation ist ausgezeichnet, doch dieses Vorgehen setzt technisches Wissen voraus, das die meisten Website-Betreiber nicht haben.
WordPress auf Hetzner Webhosting erstellen
Anschließend testete ich Hetzners Webhosting (nicht die Cloud-Server, die ähnlich technisch sind wie DigitalOcean).
Der Unterschied war gravierend. Hetzners Webhosting enthält einen echten One-Click-WordPress-Installer, der seinem Namen gerecht wird.

Schritt 1: Aufrufen von konsoleH. Ich loggte mich in konsoleH (Hetzners Webhosting-Control-Panel) ein und navigierte zum Abschnitt „Webhosting“. Dort klickte ich auf meinen Domainnamen.
Schritt 2: WordPress-Installer. Im Control-Panel fand ich unter „Applications“ den großen Button „Install WordPress“. Ich klickte darauf.
Schritt 3: Installationsoptionen. Ein einfaches Formular fragte nach:
- Installationsverzeichnis: Ich wählte das Root-Verzeichnis (/), damit WordPress unter meiner Hauptdomain liegt
- Website-Titel: Der Name meiner Seite
- Admin-E-Mail: Für Benachrichtigungen und Passwort-Resets
- Admin-Benutzername: Mein WordPress-Login
- Admin-Passwort: Entweder selbst festlegen oder automatisch generieren lassen
Das war es. Kein Server-Setup, kein SSH, keine Kommandozeile. Ich klickte auf „Install“ und wartete etwa 30 Sekunden.
Schritt 4: Sofortiger Zugang. Kurz nach der Installation wurde mir eine Erfolgsmeldung mit Link zum WordPress-Dashboard angezeigt. Ich klickte darauf, gab meine Zugangsdaten ein und war im Dashboard. Der gesamte Vorgang dauerte weniger als 3 Minuten.
Mein Fazit: Hetzners Webhosting-WordPress-Installer ist genau das, was nicht-technische Nutzer brauchen. Er ist wirklich One-Click, erfordert keinerlei Serverkenntnisse und bringt Sie sofort online. Vergleicht man Hetzners Webhosting mit DigitalOceans Droplet-Ansatz für WordPress, gewinnt Hetzner haushoch.
WordPress-Setup-Sieger: Hetzners Webhosting ist deutlich nutzerfreundlicher. DigitalOceans Droplet-Ansatz eignet sich nur für Anwender, die mit der Kommandozeile vertraut sind.
Server- und Hosting-Verwaltung
Die Serververwaltung ist der Bereich, in dem Sie Leistung überwachen, Ressourcen anpassen, Sicherheit konfigurieren und Ihre Infrastruktur am Laufen halten. Die Qualität dieser Tools entscheidet, ob Sie sich sicher fühlen oder überfordert sind.
DigitalOcean Server-Verwaltung
Bei DigitalOcean steht die Verwaltung Ihrer Server im Mittelpunkt des Droplet-Dashboards. Sobald ich auf mein aktives Droplet klickte, wurde mir eine Übersicht angezeigt, die alle Tools zur Verwaltung bot.

Das Layout war klar strukturiert, machte jedoch sofort deutlich, dass dieses Dashboard für Personen gedacht ist, die sich mit Servern auskennen, statt für Einsteiger, die eine Point-and-Click-Oberfläche suchen.
Monitoring & Leistung: Als Erstes fiel mir das Echtzeit-Monitoring auf. Es zeigte:
- CPU-Auslastung im Zeitverlauf (1 Stunde, 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage)
- Festplatten-I/O (Lese-/Schreibvorgänge)
- Bandbreitenverbrauch (eingehend und ausgehend)

Mit historischen Trends und Live-Daten lassen sich Traffic-Spitzen und Engpässe leicht erkennen. Für produktive Workloads ist diese Transparenz unverzichtbar.
Power-Controls: Direkt unter den Grafiken befinden sich Schaltflächen zum:
- Neustarten des Droplets
- Herunterfahren (ausgeschaltet, aber Abrechnung läuft weiter)
- Power Cycle (Hard-Reset)
- Löschen (dauerhaftes Entfernen)
Für alle destruktiven Aktionen ist eine Bestätigung erforderlich.
Resizing: Ein weiteres Highlight ist das Resize-Feature. Damit können Sie Ressourcen mit minimaler Downtime hoch- oder herunterskalieren. Ich testete ein Upgrade von 1 GB RAM auf 2 GB RAM. Der Prozess erforderte:
- Herunterfahren des Droplets
- Auswahl der neuen Größe
- Bestätigung des Upgrades
- 2–3 Minuten Wartezeit für das Resize
- Wiederhochfahren des Droplets
Innerhalb von 5 Minuten hatte mein Droplet doppelt so viel RAM. Nachteilig ist, dass Resizing permanent ist – Sie können zwar Ressourcen erhöhen, ein Downgrade erfordert jedoch das Erstellen eines neuen Droplets aus einem Backup.
Networking-Features: Im selben Panel können Sie:
- Floating IPs zuweisen, um Ihre Anwendung an einen anderen Droplet zu übertragen, ohne DNS zu ändern
- VPCs (Virtual Private Clouds) einrichten, um Traffic zwischen Droplets zu isolieren
- Cloud Firewalls konfigurieren, um unerwünschte Verbindungen anhand von IP, Port und Protokoll zu blockieren
- IPv6 aktivieren für moderne Netzwerkstandards
Für die Sicherheit erstellte ich eine Firewall, die nur HTTP (Port 80), HTTPS (Port 443) und SSH (Port 22) zulässt und alles andere standardmäßig blockiert.
Backups & Snapshots: Ebenfalls aus diesem Panel heraus lassen sich Backups und Snapshots verwalten:
- Backups (automatisch, wöchentlich, kostenpflichtig mit 20 % des Droplet-Preises)
- Snapshots (manuelle Wiederherstellungspunkte, beliebig oft erstellbar)
Der Snapshot-Prozess dauerte etwa 2 Minuten für meine 25 GB Disk und kostete $0.06/GB/Monat zur Speicherung. Sie können daraus einen neuen identischen Droplet erstellen oder Ihr bestehendes wiederherstellen, falls etwas schiefgeht.
Mein Fazit zur DigitalOcean Server-Verwaltung: DigitalOceans Server-Management beeindruckte mich durch Flexibilität und Tiefe. Ich konnte Ressourcen sofort skalieren, Leistung in Echtzeit überwachen und mit Firewalls und Backups für Sicherheit sorgen. Die Oberfläche ist klar und reaktionsschnell.
Der einzige Wermutstropfen: Sie müssen mit Server-Administration vertraut sein. Begriffe wie „VPC“, „Floating IP“, „Firewall Rules“ und „Snapshots“ sind für Entwickler normal, können aber bei Webblog-Betreibern Verwirrung stiften. Diese Plattform hält Sie nicht an der Hand.
Hetzner Server-Verwaltung
Für Hetzner Cloud-Server bietet die Hetzner Console die Management-Oberfläche. Ein Klick auf „Servers“ im linken Menü zeigt eine Übersicht mit Server-Name, Status, IPv4- und IPv6-Adressen, Server-Typ mit Preis und Standort.

Auf der Detailseite eines Servers finden Sie:
Monitoring & Grafiken:
- Basis-Monitoring für CPU-Auslastung, Festplatten-I/O und Netzwerk-Traffic
- Aktuelle CPU- und Speicherauslastung
- Historische Daten (1 Stunde, 24 Stunden, 7 Tage)
Im Vergleich zu DigitalOcean fühlt sich Hetzners Monitoring etwas einfacher an. Es ist klar und funktional, jedoch ohne integrierte Alarmierungsfunktionen. Für Benachrichtigungen über hohe Auslastungen müssen Sie externe Tools wie Prometheus oder Grafana einsetzen.
Server-Aktionen:
- Rescue-Modus: Booten in ein Rescue-System zur Fehlerbehebung
- Power Controls: Herunterfahren, Neustarten oder Zurücksetzen des Servers
- Resize: Upgrade der Server-Ressourcen (Downtime erforderlich; Downgrades nicht unkompliziert)
Networking:
- Private Netzwerke für die interne Kommunikation einrichten
- Floating IPs für Hochverfügbarkeits-Szenarien nutzen
- Firewalls an den Server anhängen und Regeln per IP, Port und Protokoll definieren
Backups & Snapshots:
- Automatische Backups aktivieren/deaktivieren (20 % des Server-Preises)
- Manuelle Snapshots jederzeit erstellen
Der Snapshot-Prozess war schnell (unter 2 Minuten für eine 40 GB Disk) und eignet sich hervorragend als Wiederherstellungspunkt vor größeren Updates.
Mein Fazit zur Hetzner Cloud-Verwaltung: Die Oberfläche ist sauber, reaktionsschnell und übersichtlich. Alle wesentlichen Tools sind vorhanden. Die Preisgestaltung ist transparent und zuweilen etwas günstiger als bei DigitalOcean.
Was fehlt:
- Keine integrierte Alarmierung per E-Mail/SMS
- Einfaches Monitoring, weniger Detailtiefe als bei DigitalOcean
- Keine automatisierten Sicherheits-Scans oder Health-Checks
Für traditionelles Webhosting in konsoleH ist die Verwaltung noch einfacher: Sie erhalten Statistiken zu Ressourcen (Speicherplatz, Bandbreite, Datenbankgröße), PHP-Einstellungen und Log-Viewer – ohne tiefen Serverzugriff.
Mein Fazit zur Hetzner Server-Verwaltung: Für Cloud-Server bietet Hetzner solide, aber einfache Tools. Die Essentials sind abgedeckt, doch Power-User vermissen erweiterte Monitoring- und Alerting-Funktionen. Für Webhosting ist die Verwaltung genau passend: Sie müssen sich nicht um Server kümmern, sondern können sich auf Ihre Website konzentrieren.
Server-Management-Sieger: DigitalOcean bietet fortgeschrittenes Monitoring und Alerting. Hetzner punktet im Webhosting durch Abstraktion der Serverkomplexität.
6. Datenschutz & Sicherheit
Beide Plattformen bieten starke Sicherheit, doch Hetzner liegt vorne durch eigene Infrastrukturkontrolle
DigitalOcean Datenschutz & Sicherheit
DigitalOcean legt großen Wert auf Sicherheit mit umfassender Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Compliance-Zertifizierungen. Alle Daten sind sowohl ruhend (LUKS, AES-256) als auch während der Übertragung (HTTPS/TLS) verschlüsselt.
Die Plattform bietet Multi-Factor Authentication (MFA), SSH-Schlüssel, Role-Based Access Control (RBAC) und anpassbare API-Token-Scopes für feingranulare Zugriffsverwaltung.

Kostenlose Cloud-Firewalls blockieren unerwünschten Traffic, während Virtual Private Clouds (VPCs) Netzwerkisolierung ermöglichen. DDoS-Schutz ist an der Netzwerk-Peripherie enthalten.
Kostenlose Let’s Encrypt-SSL-Zertifikate sind verfügbar, müssen aber bei Droplets manuell eingerichtet werden. DigitalOcean ist SOC 2 Typ II, SOC 3 und CSA STAR Level 1 zertifiziert und erfüllt GDPR, CCPA und PIPEDA.
Aktivitätsprotokolle ermöglichen Überwachung, und Integrationen für Schwachstellen-Scans helfen, Risiken zu identifizieren.

Automatisierte Malware-Scans und Web Application Firewalls sind nicht enthalten – hier sind Drittanbieter nötig.
Hetzner Datenschutz & Sicherheit
Hetzner überzeugt bei physischer und Infrastruktur-Sicherheit durch eigene Rechenzentrumsparks in Nürnberg, Falkenstein und Helsinki. Jede Anlage verfügt über videoüberwachte Hochsicherheits-Perimeter, elektronische Zugangskontrolle mit Transponder-Schlüsseln, 24/7-Überwachungskameras und lückenlose Bewegungsprotokollierung.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit 15 Minuten Akkubacken und Notstrom-Dieselgeneratoren garantiert hohe Verfügbarkeit. Moderne Brandmeldesysteme sind direkt an lokale Feuerwehren gekoppelt. Kostenloser DDoS-Schutz nutzt Arbor- und Juniper-Hardware, um SYN-Floods, DNS-Reflection und andere Angriffe zu filtern.
Mehrfache DE-CIX-Anbindungen und Juniper-Backbone-Router sorgen für Netzwerk-Redundanz. Hetzner stellt stateful und stateless Firewalls, starke Verschlüsselung (SSL/TLS, FTPS, SFTP, SSH) und private Netzwerke zur Isolierung sensibler Anwendungen bereit.
Webhosting umfasst tägliche Backups (14-Tage-Aufbewahrung) und Virenscanning für E-Mails mit ClamAV ohne Aufpreis. Kostenlose SSL-Zertifikate von Let’s Encrypt und Symantec werden automatisch installiert.

Hetzner hält sich strikt an GDPR. Alle Mitarbeiter unterzeichnen Vertraulichkeitsvereinbarungen und erhalten jährliche Datenschutzschulungen. Die Rechenzentren sind ISO 27001-zertifiziert.
Auch bei Hetzner erfordern Web Application Firewalls manuelle Einrichtung, und Malware-Scans beschränken sich auf E-Mail-Hosting.
7. Rechenzentrumsstandorte
DigitalOcean bietet mit 12 Rechenzentren auf 4 Kontinenten die bessere globale Abdeckung
Ich habe beide Anbieter nach ihren Rechenzentrumsstandorten recherchiert, um deren globale Reichweite und die Latenz für Zielgruppen zu verstehen.
DigitalOcean Rechenzentrumsstandorte
DigitalOcean betreibt 12 aktive Rechenzentren in 9 Regionen auf vier Kontinenten. Besonders stark ist die Präsenz in Nordamerika und Europa, mit wachsender Expansion nach Asien und Australien.

Es gibt außerdem zwei Legacy-Rechenzentren (AMS2 und SFO1), in denen nur noch eingeschränkt neue Ressourcen erstellt werden dürfen. Bestehende Kunden können sie weiter nutzen, aber neue Deployments werden dort nicht empfohlen.
Wichtige Einschränkung: Ein Wechsel des Rechenzentrums nach Erstellung eines Droplets ist nicht direkt möglich. Sie müssen einen Snapshot erstellen und einen neuen Droplet in der gewünschten Region deployen. Ähnlich bei App Platform und Managed Databases.
Mich beeindruckte die geographische Vielfalt. Wer Besucher in Indien, Australien oder Kanada ansprechen möchte, erhält lokale Standorte. Die mehrfachen Standorte in NYC und SFO bieten zudem native Redundanzoptionen für hochverfügbare Architekturen.
Hetzner Rechenzentrumsstandorte
Hetzner betreibt 6 Rechenzentrumsstandorte in 4 Netzwerkzonen. Der Fokus liegt stark auf Europa, mit wachsender Präsenz in Nordamerika und Asien.
Wichtige Unterschiede:
- Produktverfügbarkeit: Europäische Standorte (Falkenstein, Nürnberg, Helsinki) bieten die volle Produktpalette (AMPERE, INTEL, AMD). USA und Singapur bieten aktuell nur Cloud Shared AMD und Dedicated AMD. Object Storage nur in Europa.
- Eigentum: In Europa besitzt Hetzner die Rechenzentren direkt (ISO 27001, GDPR konform). In USA und Singapur mietet Hetzner Colocation-Räume bei Drittanbietern.
- Netzwerkzonen: Netzwerke, Floating IPs und Load Balancer müssen in derselben Zone bleiben. Zonenübergreifender Traffic (EU↔US) wird wie Internetverkehr abgerechnet.
- Preisunterschiede: Europäische Standorte sind günstiger. USA und Singapur sind aufgrund höherer Betriebskosten teurer.
Genau wie bei DigitalOcean ist ein Umzug eines bestehenden Servers nur per Snapshot und Redeployment möglich.
Limitiert ist Hetzners Präsenz in Südamerika, Afrika und weiteren Asiatisch-Pazifik-Staaten. Wer dort Besucher hat, muss höhere Latenz in Kauf nehmen.
DigitalOcean vs Hetzner: Fazit
Ich habe Hetzner zum Gesamtsieger gekürt, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar ist. Für nur $2/Monat erhalten Sie unbegrenzte Bandbreite, tägliche Backups, E-Mail-Hosting und einsteigerfreundliche Tools inklusive – ohne Kompromisse bei der Qualität.
DigitalOcean glänzt zwar in Leistung und globaler Abdeckung, doch die für Entwickler optimierte Infrastruktur vermisst grundlegende Funktionen, die die meisten Anwender benötigen. Für preisbewusste Website-Betreiber ist Hetzner die klügere Wahl.
| Kategorie | Sieger | Warum |
|---|---|---|
| Preis & Tarife | Hetzner | Startet bei $2/Monat vs $4/Monat, mit unbegrenzter Bandbreite und ohne Übertragungsgebühren. Bietet Tarife von Webhosting bis dedizierten Servern. |
| Kundensupport | DigitalOcean | 24/7 Ticket-Support für alle Nutzer, schnellere Reaktionszeiten auch im Gratis-Plan. Hetzner bietet Cloud-Support nur werktags. |
| Hosting-Features | Hetzner | Inklusive E-Mail-Accounts, täglicher Backups, SSL-Zertifikate und konsoleH-Panel. DigitalOcean liefert nur rohe Infrastruktur. |
| Leistung | DigitalOcean | 97 % GTmetrix, 1,1 s LCP, null Blocking Time. Hetzner erreicht 62 % mit 2,9 s LCP, zeigt aber 35 ms TTFB. |
| Benutzerfreundlichkeit | Hetzner | One-Click-WordPress, intuitives konsoleH-Panel, automatische SSLs, tägliche Backups – ideal für Einsteiger. DigitalOcean erfordert SSH und CLI-Skills. |
| Datenschutz & Sicherheit | Hetzner | Eigene ISO 27001-Rechenzentren, tägliche Backups und E-Mail-Virenscans inklusive, strikte GDPR-Konformität. |
| Rechenzentrumsstandorte | DigitalOcean | 12 Standorte auf 4 Kontinenten vs 6 bei Hetzner. Bessere globale Abdeckung für diverse Zielgruppen. |


